KI-Funktionen: doppelte Anforderungen an den RAM bei Windows 11

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Microsoft hat die Mindestanforderungen für den Arbeitsspeicher in KI-PCs, die unter Windows 11 laufen, deutlich angehoben. Ab sofort werden mindestens 16 GB Arbeitsspeicher vorausgesetzt, um die volle Funktionalität des Betriebssystems und seiner KI-Features (also auch einschließlich Copilot) zu gewährleisten. Damit verdoppelt sich die bisherige Mindestanforderung mit 8 GB.

Erhöhung der RAM-Anforderungen bei Windows 11

Die Erhöhung der RAM-Anforderungen spiegelt den wachsenden Einfluss der künstlichen Intelligenz auf die Computertechnologie wider. Microsofts Schritt scheint nicht nur auf die Optimierung des Systems abzuzielen, sondern auch darauf, die Verbreitung und Nutzung von KI-Funktionen in der breiten Öffentlichkeit zu fördern.

Möglicherweise führt diese erste Entwicklung dazu, dass auch künftig weitere Hersteller höhere Speicherkapazitäten vorgeben. Das wiederum hätte Auswirkungen für Endverbraucher, die nicht nur Windows 11 nutzen.

Auswirkungen auf die Hardware-Industrie

Interessanterweise beschränkt sich die Erhöhung nicht nur auf den Arbeitsspeicher. Microsoft setzt auch eine Mindest-KI-Performance von 40 Trillionen Operationen pro Sekunde (TOPS) voraus, was bedeutet, dass Prozessoren eine erhebliche Rechenleistung aufbringen müssen, um als KI-PCs zu gelten.

Dies trifft insbesondere auf SoCs (System-on-a-Chip) und APUs (Accelerated Processing Units) zu, die speziell für KI-Berechnungen konzipiert sind.

Zum Zeitpunkt der Ankündigung erfüllten nur wenige Prozessoren auf dem Markt diese Anforderungen, darunter:

  • Qualcomm Snapdragon X Elite
  • AMD Strix Point
  • Intel Lunar Lake

Langfristige Marktprognosen

TrendForce prognostiziert, dass diese neuen Standards die Nachfrage nach höherem Arbeitsspeicher und leistungsfähigeren Prozessoren ankurbeln werden. Dies dürfte insbesondere die DRAM-Industrie positiv beeinflussen, da ein steigender Bedarf an höherem Arbeitsspeicher zu erwarten ist.

Darüber hinaus könnten diese Entwicklungen langfristig dazu beitragen, dass Laptops und PCs des Jahres 2024 in ihrer Basiskonfiguration mindestens 16 Gigabyte Arbeitsspeicher aufweisen.

Obwohl die erhöhten Anforderungen auf den ersten Blick nicht sonderlich weitreichend erscheinen, so könnten sie einen Wendepunkt in der Entwicklung von PC-Technologien darstellen. Sollten KI-Funktionen stärker integriert werden, müssten sich auch weitere Hersteller verstärkt damit auseinandersetzen, dass der Mindest-RAM höher ausfallen muss. Die Frage bleibt, wie schnell sich die Industrie an diese neuen Standards anpassen kann.

Quellen: Microsoft, TrendForce

Maria Lengemann http://www.maria-lengemann.de

Maria Lengemann ist 37, Gamerin aus Leidenschaft, Thriller-Autorin und Serienjunkie. Sie ist seit 14 Jahren selbstständig und journalistisch auf den Hardware- und Gaming-Bereich spezialisiert.

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