Amazon Prime Video: Ab heute Werbung im Stream trotz Abo (oder draufzahlen)

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Wer ab heute, dem 5. Februar 2025, einen Stream bei Amazon Prime anschaltet, muss leider damit leben, dass nun Werbung angezeigt wird. Bislang war das Abo rund um Amazon Prime werbefrei, aber jetzt ist es automatisch mit ein wenig Werbung versehen. Wer das nicht sehen möchte, muss draufzahlen (und zwar nicht gerade wenig). Vorteil ist aber, dass die Werbezeit deutlich weniger als im klassischen TV ist. Etwa fünf Minuten Werbung bei einem Film von etwa 1,5 Stunden müssen Amazon-Prime-Kunden im klassischen Tarif künftig hinnehmen.

Kein günstiges Werbe-Abo bei Amazon

Blicken wir auf die Konkurrenz, dann sehen wir, dass Amazon bei seinem Streaming-Angebot einen anderen Weg einschlägt. Netflix und auch Disney+ bieten ihren Kunden die Möglichkeit, einen Werbetarif zu wählen, der dafür günstiger ist. Bei Amazon wiederum wird die Werbung automatisch im Standard-Tarif angezeigt und umgekehrt müsste man draufzahlen, wenn man mit dieser Werbung nicht leben möchte.

Wie teuer ist das werbefreie Abo?

Obwohl es nicht besonders viel Werbung ist, die Amazon nun anzeigt, so dürften sich trotzdem viele Nutzer dafür interessieren, wie teuer es nun ist, weiterhin werbefrei bei Amazon Prime Filme und Serien zu schauen. Pro Monat gibt es einen Aufschlag von drei Euro, wenn man die Werbung abschalten möchte. Pro Jahr macht das also eine Erhöhung von 36 Euro aus. Das Jahresabo, welches für etwa 90 Euro zu haben ist, kostet dann werbefrei also um die 126 Euro.

Werbung bei Amazon Prime: Ist das überhaupt rechtens?

Wenn ein Angebot bis jetzt werbefrei war, darf Amazon dann überhaupt einfach so Werbung einführen? Diese Frage stellen sich zumindest viele Nutzer und auch seitens Stiftung Warentest gibt es Kritik. Die Juristen des Unternehmens stufen diesen Schritt sogar als rechtswidrig ein und sind davon überzeugt, dass Amazon das nicht ohne Zustimmung der Prime-Kunden hätte entscheiden dürfen. Außerdem kündigte die Verbraucherzentrale Bundesverband an, eine Klage einzureichen, da auch der VZBV argumentiert, dass es sich um eine versteckte Preiserhöhung handeln würde.

Übrigens: Wer keine Lust hat, den Extra-Betrag zu zahlen, kann auch im Werbemodus bleiben und künftig im Browser Prime Video schauen. Für Chrome und Firefox ist hier das Plugin „Streaming enhanced Netflix Disney Prime Video“ nützlich, mit dem sich sowohl Werbung überspringen lässt, aber auch der Abspann, Intros oder Zusammenfassungen. Das funktioniert dann nicht nur für Amazon Prime Video, sondern auch für Netflix und Disney+.

Quelle: Amazon

Maria Lengemann http://www.maria-lengemann.de

Maria Lengemann ist 37, Gamerin aus Leidenschaft, Thriller-Autorin und Serienjunkie. Sie ist seit 14 Jahren selbstständig und journalistisch auf den Hardware- und Gaming-Bereich spezialisiert.

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