QR-Code ohne Technik dekodieren: Entwickler erklären, wie es geht

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Wer schon einmal einen QR-Code gesehen hat, der weiß, dass das Dekodieren ganz einfach ist. Smartphone zur Hand, Kamera an, draufhalten, Link aufrufen, fertig. Doch wie funktioniert so was eigentlich, wenn das schwarz-weiße Kästchen eigentlich nur aus zusammenhanglosen Formen besteht. Zwei Entwickler erklären es in einer ausführlichen Anleitung und verraten damit auch, wie man einen QR-Code von Hand dekodieren könnte – also komplett von Hand und ohne Technik.

Dekodieren üben

Durch die Anleitung, die von den zwei Entwicklern veröffentlicht wurde, kann jeder lernen, wie QR-Codes entstehen und auch entschlüsselt werden können. Zur Übung kann der Nutzer vorgefertigte QR-Codes wählen oder einen CR-Code auch ganz zufällig generieren lassen.

Erstellt wurde die Seite von den zwei Entwicklern, die mit Pseudonym auftreten:

  • Piko
  • blinry

Ursprünglich war  die Demo für die Hackerkonferenz 37C3 gedacht, sie ist nun aber für alle im Netz frei verfügbar.

Einfache Erklärungen zum Aufbau

Los geht es auf https://qr.blinry.org damit, den Aufbau eines QR-Codes zu verstehen und kennenzulernen, um welche Blöcke es sich überhaupt handelt. Thematisiert wird zum Beispiel, wie sich die Blöcke je nach Größe der Datenmengen unterscheiden oder was es mit den Blöcken in den drei Ecken auf sich hat. Durch leere Felder sind sie von den anderen Bereichen abgegrenzt und sie dienen vor allem der Code-Erkennung mittels Scannern.

Einige Bereiche dienen auf einem CR-Code außerdem der Fehlererkennung. Der Code ist dann also auch noch lesbar, wenn ein Teil davon beschädigt wäre. Da der Code aber von Hand gelesen werden soll, ist dieser Punkt für diesen Prozess irrelevant.

Maske zur Dekodierung benötigt

Nun kommt eine Maske zum Einsatz, die abhängig des genauen QR-Codes variiert. Daran lässt sich dann ein Codemuster ablesen.

Es gibt insgesamt acht Masken, die man sich hier in einem PDF ansehen kann. Nun geht es mit dem Lesevorgang los, der unten rechts beginnt und logischen XOR-Verknüpfungen folgen soll. Man liest den Code dabei im Zickzack, also je zwei Spalten von unten nach oben und dann wieder zurück.

Zu Beginn kann man dadurch erst mal allgemeine Infos zur Kodierung und Inhaltslänge „lesen“. Die Kodierung erfolgt in dem interaktiven Beispiel auf der Webseite mittels ASCII. Am Ende der Webseite ist dann passend dafür auch eine ASCII-Tabelle zu finden, um die einzelnen Zeichen umzuwandeln.

Und schwupps – dank der Info, wie man die Zeichen lesen muss, der passenden Maske und einer Tabelle für die Kodierung, kann auch ein QR-Code komplett manuell ohne Scanner oder Software gelesen und damit entschlüsselt werden.

Maria Lengemann http://www.maria-lengemann.de

Maria Lengemann ist 37, Gamerin aus Leidenschaft, Thriller-Autorin und Serienjunkie. Sie ist seit 14 Jahren selbstständig und journalistisch auf den Hardware- und Gaming-Bereich spezialisiert.

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