Futuristisch, nützlich und automatisiert: 3 verrückte Gadgets der CES 2024

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Auf der diesjährigen CES 2024 präsentieren Hersteller aus aller Welt wieder ihre technischen Neuheiten. Mit dabei sind nicht nur Laptops, Grafikkarten und Co., die in den Präsentationen von Samsung, LG und weiteren Firmen angekündigt werden. Auch technische Gadgets aller Art dürfen wir erwarten. Dabei ist aber nicht jedes Gadget eindeutig als nützlich erkennbar – beziehungsweise es liegt im Auge des Betrachters. Andere wiederum sind extrem cool, aber genauso extrem teuer. Eine kleine Übersicht einiger cooler oder aufregender Gadgets bieten wir hier.

Nummer 1: Holoconnects Holobox (sehr futuristisch)

Nein, kein Scherz und auch kein Science-Fiction. Die Macher der Holobox haben auf der CES 2024 tatsächlich ein entsprechendes Produkt vorgestellt, welches sich vor allem an Hotels richtet. Dort könnte die Holobox einen Mitarbeiter ersetzen, der gar nicht wirklich an der Rezeption steht, dort aber sichtbar ist.

Schlappe 39.000 Euro müsste das Hotel dafür hinlegen oder jedes andere Unternehmen, welches von der neuen Technik profitieren möchte.

Apropos Technik. Die Holobox vermittelt einen lebensechten Eindruck, aber es ist nicht wirklich eine richtig räumliche Darstellung, allerdings wirkt sie so. Man könnte es als technischen Trick beschreiben, da in der Tiefe eines Kastens ein Schatten präsentiert wird, der das menschliche Gehirn quasi austrickst.

Technische Infos:

  • LC-Display
  • 86 cm Diagonale
  • Multitouch-fähig

Es gab hierzu vor ungefähr sieben Monaten schon ein Promo-Video. Sicher wird es auch bald neues Videomaterial direkt von der CES 2024 geben.

Übrigens: Ganz neu ist das Produkt nicht, denn mit Proto Epic gibt es so etwas schon – allerdings tatsächlich doppelt so teuer, dafür aber auch mit einem echten volumetrischen (räumlichen) Display.

Nummer 2: Genesis Systems Watercube 100 (sehr nützlich)

Beim zweiten technischen Gadget, welches auf der CES 2024 wirklich etwas heraussticht, handelt es sich um etwas sehr Nützliches. Genesis Systems Watercube 100 beschäftigt sich mit dem Thema der Wasserknappheit.

Die Technik dahinter: Der Umgebungsluft wird Feuchtigkeit entzogen und daraus Trinkwasser erzeugt. Bei 60 Prozent Luftfeuchtigkeit kann der Genesis Systems Watercube 100 nach Angaben des Herstellers etwa 380 Liter Wasser innerhalb eines Tages erzeugen.

Der Nachteil: Der Prozess ist mega, aber er verbraucht dennoch viel Strom. Dem Datenblatt zufolge soll der Verbrauch etwa bei 3 Liter pro Kilowattstunde liegen. Der Platzbedarf ist dann wohl das kleinere Problem.

Dennoch eine großartige Idee, die noch dazu mit vielen Filtern versehen ist, um die Wasserqualität per App zu prüfen. Weitere technische Details haben die Entwickler noch nicht verraten.

Der Marktstart des Watercube 100 ist für Q2 2024 geplant – und zwar erst mal für Amerika und für 19.000 US-Dollar.

Nummer 3: Glüxkind-Kinderwagen Rosa und Ella (sehr automatisiert)

Das nächste Produkt ist auf der Technikmesse wohl sehr untypisch, denn Kinderwagen sieht man dort wohl eher nie. Dieser Kinderwagen allerdings ist ein KI-Modell.

  • Kameras überwachen die Umgebung
  • bei einer möglichen Gefahr warnt der Kinderwagen (zum Beispiel ein zu schnelles Auto, was sich dem Wagen nähert)
  • optional kann der Kinderwagen von alleine fahren (zum Beispiel, wenn man das Kind auf dem Arm trägt, keine Hand mehr frei hat, dann könnte der Wagen lässig neben einem fahren)

Vorgestellt wurden vom KI-Kinderwagen gleich zwei Varianten. Das Modell Rosa wurde auf der CES 2024 präsentiert und ist mit 2.400 US-Dollar das preiswertere Modell. Die noch teurere Version ist Ella. Nur Ella hat die besagten Überwachungs- und Selbstfahr-Funktionen. Rosa muss auf diese Funktionen verzichten, aber dafür bietet dieser Kinderwagen eine Fahrunterstützung durch einen 500-Watt-Motor. Bergab wird sogar automatisch abgebremst.

Übrigens: Wenn die „falsche“ Person den Kinderwagen schieben möchte, blockieren die Räder durch eine Gesichtserkennung (lässt sich optional aber auch abstellen).

Glüxkind Rosa, also die preiswertere Einstiegsversion, soll schon ab Juni 2024 ausgeliefert werden.

Quellen: Holoconnects, Genesis Systems, Glüxkind

Maria Lengemann http://www.maria-lengemann.de

Maria Lengemann ist 37, Gamerin aus Leidenschaft, Thriller-Autorin und Serienjunkie. Sie ist seit 14 Jahren selbstständig und journalistisch auf den Hardware- und Gaming-Bereich spezialisiert.

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