AMDs Next-Gen Server-Chips erscheinen mit 192 Zen 5c-Kernen

3 min read

AMDs neueste Entwicklung im Bereich der Server-Technologie steht kurz vor ihrer Enthüllung: Der Epyc-Prozessor der nächsten Generation, bekannt unter dem Codenamen Turin und basierend auf der Zen 5-Architektur, wird voraussichtlich 2024 auf den Markt kommen. Dieser Prozessor stellt eine bedeutende Weiterentwicklung in AMDs Server-Chip-Reihe dar und verspricht, die Leistungsfähigkeit von Rechenzentren weltweit zu revolutionieren.

Der Turin-Prozessor wurde erstmals durch den Leaker @yuuki_ans auf der Plattform X präsentiert. Obwohl der Leak selbst keine bahnbrechenden neuen Informationen lieferte, bot er doch einen spannenden Einblick in die Zukunft der Server-Technologie. Eines der bemerkenswertesten Merkmale von Turin ist die Verwendung des SP5-Sockels, der bereits bei den Epyc-CPUs der 4. Generation, wie Genua, Bergamo und Siena, zum Einsatz kam. Diese Kompatibilität mit bestehenden SP5-Servern bedeutet, dass Unternehmen ihre Systeme mit den neuen Turin-Chips aufrüsten können, ohne das Motherboard wechseln zu müssen.

Turins Design zeigt einige optische Veränderungen, darunter den Übergang von einem orangefarbenen zu einem blauen Träger, was allerdings keine signifikante technologische Veränderung darstellt. Der Informant hat zudem zwei Kern-Layout-Diagramme des Turin veröffentlicht: eines mit Standard-Zen-5-Kernen und eines mit den dichter gepackten Zen-5c-Kernen. Diese Layouts ähneln stark denen der Genua- bzw. Bergamo-Prozessoren, was darauf hindeutet, dass bei Zen 5 keine grundlegenden architektonischen Änderungen vorgenommen wurden.

Ein interessanter Aspekt von Turin ist die Beibehaltung des Codenamens für beide Varianten, anstatt separate Bezeichnungen für die unterschiedlichen Kernkonfigurationen zu verwenden. Dies könnte darauf hindeuten, dass AMD einen einheitlichen Ansatz für seine Chipentwicklung verfolgt und versucht, die Kompatibilität über verschiedene Generationen hinweg zu gewährleisten.

Die Tatsache, dass Turin ähnliche Entwicklungsphasen durchläuft wie sein Vorgänger, Epyc Genua, ist ebenfalls bemerkenswert. Genua wurde im April 2022 erstmals abgebildet und kam dann im November desselben Jahres auf den Markt. Dieses Muster lässt darauf schließen, dass AMD bei der Entwicklung von Turin einem ähnlichen Zeitplan folgt. Der Leaker @yuuki_ans hatte auch das Genoa-Modell vor seiner Markteinführung geleakt, allerdings war dieses ein echtes Modell und nicht nur ein technisches Muster.

Die Ankündigung des Turin-Prozessors ist nicht nur für die IT-Branche von Bedeutung, sondern auch für ein breiteres Publikum, das sich für die neuesten technologischen Entwicklungen interessiert. Mit bis zu 192 Zen 5c-Kernen setzt AMD neue Maßstäbe in Sachen Rechenleistung und Energieeffizienz. Diese Kerne könnten in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden, von der Datenanalyse bis hin zu künstlicher Intelligenz und Cloud-Computing, und versprechen eine erhebliche Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Servern und Rechenzentren.

Darüber hinaus reflektiert die Entwicklung von Turin den intensiven Wettbewerb im Bereich der Hochleistungsprozessoren, in dem Unternehmen wie Intel und AMD kontinuierlich nach Innovationen streben. Die Einführung von Turin könnte daher auch einen wichtigen Wendepunkt in diesem Wettbewerb darstellen und die Dynamik in der Branche beeinflussen.

Abschließend bietet der Turin-Prozessor einen faszinierenden Ausblick auf die Zukunft der Server-Technologie. Seine fortschrittlichen Funktionen und die Kompatibilität mit bestehenden Systemen machen ihn zu einem potenziell revolutionären Produkt auf dem Markt. Mit seiner Einführung im Jahr 2024 wird erwartet, dass Turin einen neuen Standard in der Welt der Server-CPUs setzen wird, sowohl in Bezug auf Leistung als auch auf Energieeffizienz.

You May Also Like

More From Author

+ There are no comments

Add yours