Quartalszahlen von Netflix: Andeutung einer Preiserhöhung?

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Netflix hat die neuen Quartalszahlen bekanntgegeben, dabei aber auch mögliche Preiserhöhungen angedeutet. Diese sollen allerdings indirekt sein, indem der Basis-Tarif auch in weiteren Ländern gestrichen wird. Somit hätten Nutzer die Wahl zwischen einem Werbetarif und einem werbefreien, dafür aber eben auch teureren Tarif, sodass es damit indirekt zu einer Preiserhöhung kommt.

Quartalszahlen besser als erwartet

Eigentlich waren die Erwartungen ein wenig niedriger, aber die Quartalszahlen konnten positiv überraschen. Es heißt, Netflix habe im vierten Quartal 2023 ganze 1,3 Millionen neue Abonnenten gewonnen. Insgesamt liegt die Abonnenten-Zahl weltweit jetzt bei 260,28 Millionen. Da die Zahlen besser ausfielen, gipfelte das direkt in einem Börsenplus in Höhe von acht Prozent.

Netflix-Preiserhöhungen eher indirekt

Es heißt, dass der Tarif, der durch Werbung finanziert sei, ist derart beliebt, dass Netflix darüber nachdenken würde, das Basis-Abo zu streichen. Hier die Zahlen, die Netflix bekannt gab:

  • Werbe-Tarif: 23 Millionen Abonnenten (40 Prozent der neuen Abonnenten entscheiden sich für diesen Tarif, das entspricht einem Plus von 10 Prozent gegenüber Q3 in 2023)
  • Werbetarifmitgliedschaft: gegenüber Q3 in 2023 sind es 70 Prozent mehr

Es heißt, dass das Ende für den Basis-Tarif in Kanada und in Großbritannien schon ab Q2 in 2024 (also ab April 2024) geplant sei. Dieses Angebot endete für Deutschland und Amerika schon Ende 2023.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Abonnenten nur die Möglichkeit haben, die Werbung zu akzeptieren oder eben in einen höheren und damit teureren Tarif zu wechseln. Dadurch ist es eine indirekte Preiserhöhung, weil es möglich wäre, mit Werbung weiter zu schauen, aber viele Abonnenten werden sich eben bewusst für den teureren Tarif entscheiden, da der Basis-Tarif wegfällt.

Die Zukunft von Netflix: Der Werbetarif

Dass der Werbetarif schon jetzt großen Anklang findet, zeigen die Zahlen. Obwohl aber viele Menschen bewusst die Werbung in Kauf nehmen (die bei Netflix wiederum auch für Einnahmen sorgen kann), so wechseln viele Abonnenten auch zum höheren und werbefreien Abo. Generell ist davon auszugehen, dass die Zukunft nicht nur bei Netflix, sondern auch bei anderen Anbietern, in Werbe-Abos liegt, die gegen einen entsprechenden Aufpreis ohne Werbung laufen könnte.

Hierzu äußerte sich auch der Co-CEO von Netflix, Greg Peters, gegenüber Investoren. Er sprach davon, dass es viel Wachstum gäbe in den Märkten, in denen Netflix tätig sei. Es hieß, dass vor allem Pakete (die auch von Netflix angeboten werden) eine Strategie für das Wachstum wäre.

Weiter erklärt er, man würde Netflix weiter verbessern und darin investieren, aber dafür von den Mitgliedern gelegentlich einen Aufpreis erbitten, damit diese Verbesserungen umgesetzt werden können. Es heißt, dass dass ein positives Schwungrad sei, um durch zusätzliche Investitionen eine Verbesserung und auch einen Ausbau von Netflix voranzutreiben.

Quelle: Netflix

Maria Lengemann http://www.maria-lengemann.de

Maria Lengemann ist 37, Gamerin aus Leidenschaft, Thriller-Autorin und Serienjunkie. Sie ist seit 14 Jahren selbstständig und journalistisch auf den Hardware- und Gaming-Bereich spezialisiert.

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