Museum of Failures: die größten Technik-Flops der Geschichte

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Nicht jede neue Erfindung kommt beim Publikum auch wirklich gut an. Gerade im Bereich der Technik entwickeln sich jeden Tag neue Innovationen, von denen manche jedoch nicht von langer Dauer sind oder wurden gar nicht erst in die Öffentlichkeit gerückt. Das sogenannte Museum of Failures hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, derlei technische Erfindungen zu sammeln und Interessierten vorzustellen.

Das Risiko der Entwicklung

Mit der Erfindung eines jeden Gegenstandes, ganz gleich ob technischer oder anderweitiger Natur, geht stets ein gewisses Risiko einher. Denn nicht immer empfinden andere eine ebensolche Notwendigkeit für seine Existenz, wie ihr Erfinder. Misserfolge sind in der Geschichte der Erfindungen völlig normal und auch wichtig für den weiteren Fortschritt.

Es gibt praktisch mit jeder neuen Erfindung und dem daraus resultierenden, möglichen Misserfolg einen Lerneffekt. Genau aus diesem Grunde stellt das Museum of Failure derartige Erfindungen aus und bietet Interessierten die Möglichkeit, das eine oder andere dazu zu lernen. Außerdem: Wer weiß, ob nicht über die vorgestellten Misserfolge ein weiteres Erfolgsprodukt entsteht und diese somit eine gute Inspiration darstellen?

Was es im Museum of Failure zu sehen gibt

Missglückte Erfindungen gibt es genügend, wie die Ausstellung des Museums zeigt. Im Rahmen der Wanderausstellung, die bereits in Toronto, Shanghai oder Los Angeles residierte, gibt es praktisch aus allen Bereichen des alltäglichen Lebens die passende Erfindung.

Hier nur einmal ein paar Beispiele.

Pippin Spielekonsole

Die erste Spielekonsole von Apple wurde vom japanischen Hersteller Bandai konstruiert. Verkauft wurde sie ausschließlich in Japan und den USA. Der Anbieter erhoffte sich einen Vertrieb von etwa 500.000 Konsolen pro Jahr. Ein Problem war ihr viel zu hoher Preis. Die Konsole erschien zwischen 1995 und 1997 und sollte 600 US-Dollar kosten, während der damals erfolgreiche Nintendo 64 lediglich 200 US-Dollar kostete.

No Man’s Sky

Das Game, welches 2016 praktisch für jede Konsole und den Computer auf dem Markt erschien, war zuvor groß angekündigt worden. Der Hersteller prahlte mit zahllosen Welten, die der Spieler besuchen konnte, mit immer neu generierten Kreaturen auf jedem Planeten. Nach dem Release wurde schnell klar, dass vieles davon lediglich heiße Luft gewesen war und sich das Spiel somit zum Flop des Jahres degradierte. Überraschend: Im Laufe der letzten Jahre hat der Hersteller stark am Game gearbeitet und es im Nachhinein zu einem großen Erfolg heranwachsen lassen.

Nokia N-Gage

Das vielseitige Handy erschien 2003, wurde 2005 jedoch bereits wieder vom Markt genommen. Es sollte den Zweck erfüllen, Handy und Handheld miteinander zu vereinen. Dabei besaß es jedoch lediglich einen kleinen Bildschirm, war für den Anwender unkomfortabel zu bedienen und wies nicht einmal die Fähigkeit auf, Spiele auszutauschen, ohne das Handy öffnen zu müssen. Mit der Zeit erhielt es den Spitznamen „The Taco Phone“, den es aufgrund seiner an Tacos erinnernden Form bekam.

Sony Minidisc

Sony kreierte mit diesem Gerät einen Nachfolger des Walkmans und wollte Nutzern die Möglichkeit geben, die qualitative Leistung von CDs auch unterwegs zu genießen. Hierzu entwickelte es die Mini-Disc, die etwa halb so groß wie eine CD war, aber gleichzeitig dieselbe Klangqualität aufwies. Leider kam die Mini-Disc bei zahlreichen Aufnahmestudios nicht gut an, sodass ein Großteil aktueller Musik gar nicht erst auf dem Medium erschien.

DMC DeLorean

Das heutzutage überall bekannte Auto aus der Trilogie „Zurück in die Zukunft“ ist ein Kultobjekt, welches 1976 erstmals gebaut wurde. Dennoch gehört er zu den Flops seiner Zeit. Nicht nur der Liefertermin wurde immer wieder verschoben, technisch gesehen geriet das Auto über die Zeit hinweg ins Nachsehen, sodass es bei der Erscheinung bereits veraltete Eigenschaften im Vergleich zu neuen Modellen aufwies. Das ursprünglich als Luxus-Auto konzipierte Fahrzeug war für seine Fähigkeiten viel zu schwer, da die komplette Karosserie aus Edelstahl bestand. Erst nachdem der Hersteller bereits bankrott war, wurde es zu der Ikone, die heutzutage jeder mit „Zurück in die Zukunft“ verbindet.

Daneben gibt es in der Ausstellung, die erstmals 2017 in Schweden gezeigt wurde, zahlreiche andere Flops. Diese können übrigens auch auf der Webseite des Museums erkundet werden.

Quelle: Museum of Failure

Maria Lengemann http://www.maria-lengemann.de

Maria Lengemann ist 37, Gamerin aus Leidenschaft, Thriller-Autorin und Serienjunkie. Sie ist seit 14 Jahren selbstständig und journalistisch auf den Hardware- und Gaming-Bereich spezialisiert.

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