Metoda-Studie: Gebraucht- und Refurbished-Bedarf an Elektroartikeln immer größer

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In verschiedenen Online-Shops sieht man es immer häufiger, dass besonders Elektroartikel in einem gebrauchten oder aufgearbeiteten (refurbished) Zustand angeboten werden. Derlei Angebote werden von Kunden jedoch auch immer öfter genutzt. Kein Wunder, denn innerhalb der letzten Jahre sind neu erschienene Artikel wie Handy, Tablet und Co. immer teurer geworden.

Bedarf wird laut Studie immer größer

Laut einer Studie von Metoda ist der Bedarf an solchen Artikeln immens gestiegen. Immer mehr Nutzer tendieren dazu, sich einen gebrauchten oder überarbeiteten Elektroartikel zu kaufen. Die jeweiligen Produkte stammen dabei aus unterschiedlichen Kategorien und reichen vom Smartphone, über Gartengeräte, bis hin zu Sport- und Outdoorartikeln.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr habe der Bedarf um etwa sechs Prozent zugenommen.

Gründe für die Veränderung

Die Ursache dieser Veränderung hat viele Gesichter:

  • Steigende Preise bei stagnierendem Verdienst: Vielen Verbrauchern sind die Preise neuer Geräte zu hoch. Mit Recht, denn innerhalb der letzten Jahre ist es im Bereich der Elektrogeräte zu immensen Preiserhöhungen gekommen. Zwar werden hierfür höhere Produktionskosten als Begründung genannt, der Verbraucher verdient jedoch nicht mehr als noch vor ein paar Jahren.
  • Nachhaltigkeit: Umweltschutz spielt in den letzten Jahren eine immer größere Rolle. Mehr Menschen machen sich Gedanken um den Umweltschutz und nutzen somit lieber ein gebrauchtes oder überarbeitetes Gerät, um ihren Beitrag dazu zu leisten.
  • Lieferengpässe bei neuen Geräten: Zahlreiche auf dem Markt erschienene Geräte sind aufgrund von Lieferengpässen erst Monate nach der Veröffentlichung erhältlich, sodass der Nutzer lange Wartezeiten in Kauf nehmen muss. Gebrauchte oder überarbeitete Geräte sind umgehend verfügbar, womit dieses Problem entfällt.

Die Suche nach günstigeren Artikeln gab es schon immer. Innerhalb der letzten Jahre hat sie sich jedoch durch das größere Angebot von gebrauchten Artikeln vergrößert.

Die Grundlagen der Studie

Für die Studie beleuchtete Metoda insgesamt 11.908 Artikel, die von 1.380 Marken stammen, sowie 133 Kategorien entsprachen. Im Fokus standen vor allem Produkte, die entweder retourniert wurden, zur B-Ware gehören, generalüberholt sind oder deren Verpackung leicht beschädigt war. Gleichwohl achtete das Unternehmen darauf, dass die Produkte ausschließlich von einem gewerblichen Händler angeboten wurden. Private Angebote wurden demzufolge komplett ausgeklammert.

Als Vergleichsgrundlage nutzte Metoda hierbei das Vergleichsportal idealo.de, welches zu den in Deutschland größten Preisvergleichsportalen überhaupt gezählt werden kann.

Als Studienzeitraum wurde die Zeit zwischen dem 1. und 31. Oktober 2023 genannt.

Ebay laut Studie führend

Zwar gibt es auf dem Markt inzwischen zahlreiche Anbieter, die gebrauchte oder aufbereitete Artikel anbieten, doch sticht Ebay innerhalb der Studie deutlich heraus. Im Rahmen dieser deckte der Anbieter etwa 61 Prozent der analysierten Artikel ab. Hauptsächlich deshalb, weil ganze 1.020 Händler ihre aufbereiteten oder gebrauchten Artikel über Ebay anbieten.

Während andere Plattformen sich auf Smartphones, Tablets oder Computer beschränken, bietet Ebay ein größeres Produkt-Portfolio. Neben Druckern, Küchenmaschinen und Fernsehern gibt es hier Staubsauger und Ähnliches. Zudem ist eine größere Möglichkeit für den Kunden gegeben, die Preise miteinander zu vergleichen.

Erst danach kamen in der Auflistung Anbieter wie noteboox mit 27 Prozent, Expert (17 Prozent) und Galaxus (12 Prozent). Der Anbieter rebuy, der ausschließlich refurbished oder gebrauchte Artikel anbietet, gelangte auf Platz 8 der Liste und besaß einen prozentualen Marktanteil von acht Prozent.

Quelle: Metoda

Maria Lengemann http://www.maria-lengemann.de

Maria Lengemann ist 37, Gamerin aus Leidenschaft, Thriller-Autorin und Serienjunkie. Sie ist seit 14 Jahren selbstständig und journalistisch auf den Hardware- und Gaming-Bereich spezialisiert.

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