Sony PlayStation 5: Hersteller geht offensiv gegen Cheater vor

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Cheater waren unter Gamern im Allgemeinen nie gut angesehen. Zudem ihre Tricks häufig Formen annahmen, gegen die Konsolenhersteller oder Spieleentwickler nur selten etwas unternehmen konnten. Nun hat Sony mit seinem neuesten Update den Cheatern jedoch den Kampf angesagt.

Cheating im Gaming-Bereich

Das sogenannte Cheating, das aus dem Englischen stammt und so viel wie „schummeln“ bedeutet, gab es eigentlich schon immer. Früher schummelten Spieler jedoch eher gegenüber sich selbst, weil es kaum Games auf dem Markt gab, die im Mehrspielermodus gespielt werden konnten. Inzwischen hat sich dies jedoch drastisch geändert und es werden sogar Wettbewerbe über Konsole und Computer ausgefochten.

Leider gibt es die sogenannten Cheater noch immer, die sich ihren Erfolg mittels unlauterer Methoden erspielen. Inzwischen ist es sogar so, dass nicht einmal mehr das eigene Zutun des Spielers erforderlich ist. Stattdessen wird einfach eine bestimmte Hardware an die Konsole oder den Computer angeschlossen und der Spieler muss praktisch nur noch so tun, als beherrsche er die Spielmechanik.

Zuletzt geriet vor allem der sogenannte Cronus Zen ins Gespräch. Hierbei handelt es sich um einen Multi Plattform-Controller-Adapter, der gleichzeitig als Modding-Tool eingesetzt werden kann. Er wird einfach zwischen Konsole und Controller angeschlossen und verschafft dem Spieler die notwendigen Vorteile, um beim Spiel besser abzuschneiden als die Konkurrenz.

So verbindet die Hardware zum Beispiel Maus und Tastatur für eine unkompliziertere Bedienung oder verhindert den Rückstoß innerhalb von Ego-Shootern, womit eine schnellere Reaktion seitens des Spielers möglich ist.

Sony geht in die Offensive mittels Firmware-Update

Mit dem neuen Update seiner Firmware geht Sony schließlich in die Offensive, um Cheatern Einhalt zu gebieten. Das neueste Update mit der Version 24.01-08.60.00 vom 24. Januar 2024 sorgt dafür, dass die Verbindung zwischen Konsole und Cronus Zen automatisch unterbrochen wird. Die Hardware ist somit nicht mehr vom Spieler einsetzbar.

Einen Vorteil erlangte Sony außerdem gegenüber der Hardware, indem das Update gar nicht erst angekündigt wurde. Für gewöhnlich lädt die Konsole ein vorhandenes Firmware-Update automatisch nach dem Start herunter und installiert es auf dem System. Somit nahm der Hersteller vielen Spielern die Handlungsfähigkeit und deaktivierte die eingesetzte Hardware, sofern diese sich mit der Konsole in Verbindung setzen wollte.

Seitens Sony gab es bislang kein Statement, ob die Veränderung Absicht gewesen ist. Viele gehen jedoch davon aus, dass der Hersteller aktiv daran arbeitet, erneut eine Chancengleichheit für seine Spieler zu schaffen.

Hersteller arbeitet bereits an einem Update

Natürlich bleibt der Hersteller des Cronus Zen nicht tatenlos. Auf seiner Webseite verfasste er bereits die Meldung, dass das Problem bekannt sei und man an einem Workaround arbeite. Von diesem sei jedoch nicht klar, wann er erscheint.

Diejenigen, die das Update der Firmware noch nicht heruntergeladen hätten, sollen daher zunächst die alte Version nutzen, auf welcher die Hardware weiterhin funktioniert.

Quellen: Sony, Cronus Zen, X/Twitter, CharlieIntel

Maria Lengemann http://www.maria-lengemann.de

Maria Lengemann ist 37, Gamerin aus Leidenschaft, Thriller-Autorin und Serienjunkie. Sie ist seit 14 Jahren selbstständig und journalistisch auf den Hardware- und Gaming-Bereich spezialisiert.

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