KI-Bilder sollen Wasserzeichen in Metadaten erhalten

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Wer heutzutage ein Bild im Internet sieht, kann nie sicher sein, ob dieses nicht mit einer KI-Software erstellt wurde. Nun möchte man bei DALL-E eine Möglichkeit einführen, um derlei Bilder klar als solche identifizieren zu können. Das Wasserzeichen kann jedoch unter Umständen leicht umgangen werden.

So soll das Wasserzeichen implementiert werden

Um sich stetig weiterzuentwickeln, möchte der Entwickler des KI-Bildgenerators DALL-E 3 nun ein Wasserzeichen implementieren, welches zwar nicht sichtbar ist, aber über die Metadaten des Bildes abgerufen werden kann.

Der Grund hierfür besteht darin, dass digital erstellte Inhalte klar als solches gekennzeichnet werden sollten. Hierfür setzt sich auch die Coalition for Content Provenance and Authority (C2PA) ein.

Mittels der neuen Implementierung ist es dann möglich, über die Metadaten abzurufen, dass das Bild seinen Ursprung in DALL-E hat. Eingeführt wird diese Regelung jedoch nicht nur bei DALL-E, sondern auch bei Bildern, die über andere Services generiert wurden. Hierzu gehört beispielsweise auch ChatGPT.

OpenAI hat bereits ein paar Beispiele zur Verfügung gestellt, um sich ein besseres Bild davon machen zu können, wie ein solches Wasserzeichen am Ende aussieht. Die Metadaten umfassen übrigens nicht nur das Wasserzeichen, wenn das Bild per API erstellt wurde, sondern erfassen dieses auch innerhalb des Tools selbst.

Eine Garantie ist die Umsetzung des C2PA-Standards gibt es jedoch nicht. Dennoch können die eingebetteten Daten hilfreich sein, um die Bilder als authentisch zu klassifizieren.

Was genau sind Metadaten?

Metadaten sind Informationen, die in den Eigenschaften eines Bildes eingebettet sind. Hier erhält der Nutzer nicht nur die Daten, wo das Bild hergestellt wurde, sondern auch wann und möglicherweise sogar, mit welchem Programm.

Ein großes Problem, welches sich zum Beispiel beim Upload bemerkbar macht, ist die Speichergröße. Denn alleine die Metadaten erhöhen diese um etwa drei bis 32 Prozent.

Entfernung des Wasserzeichens ist möglich

OpenAI weist jedoch gleichzeitig darauf hin, dass die Möglichkeit besteht, das Wasserzeichen aus den Metadaten zu entfernen. Hierzu werden einfach die Metadaten mittels eines entsprechenden Programms aufgerufen und die Informationen gelöscht.

Außerdem kann es passieren, dass der Verwender die Metadaten unbeabsichtigt entfernt. Dies kann zum Beispiel im Zuge eines Uploads in ein Social Network der Fall sein. Denn diese entfernen in der Regel aufgrund des Speicherplatzes die Metadaten. Ebenso leicht lässt sich das Wasserzeichen umgehen, indem einfach ein Screenshot von dem generierten Bild gemacht wird.

Quelle: OpenAI

Maria Lengemann http://www.maria-lengemann.de

Maria Lengemann ist 37, Gamerin aus Leidenschaft, Thriller-Autorin und Serienjunkie. Sie ist seit 14 Jahren selbstständig und journalistisch auf den Hardware- und Gaming-Bereich spezialisiert.

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