AMDs Anpassung der Beschriftung: Kein Diffused in Taiwan mehr

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AMD hat die Beschriftung „Diffused in Taiwan“ von seinen neuesten Prozessor-Modellen entfernt, eine Änderung, die bereits bei den Ryzen-7000-X3D- und Threadripper-7000-Prozessoren zu sehen war. Laut AMD dient diese Anpassung der Angleichung des Beschriftungsverfahrens an andere Produkte, ohne politische Motivation hinter der Entfernung dieser Angabe.

Hintergrund der Chip-Hinweis-Änderung

Auf neueren Prozessor-Modellen von AMD wird die Beschriftung „Diffused in Taiwan“ nicht mehr aufgeführt. Diese Entwicklung folgt auf die Beobachtung, dass auf einem Ryzen 9 7900X (vorgestellt in einem Beitrag bei Twitter/X Anfang Januar 2024) der Hinweis auf Taiwan fehlte.

AMDs Entscheidung, die Herkunftsangabe zu ändern, löste Diskussionen über mögliche politische Beweggründe aus, insbesondere im Hinblick auf die delikate Beziehung zwischen China und Taiwan.

Keine Neuheit, sondern ein Trend

Interessanterweise stellt diese Änderung keine komplette Neuerung dar. Schon die Modelle der Ryzen-7000-X3D-Serie trugen auf ihrem Heatspreader lediglich den Vermerk „Made in Malaysia“.

Ebenso verhält es sich bei den neuesten Ryzen-Threadripper-7000-Prozessoren, wo „Made in Malaysia“ und „Made in China“ die einzigen Herkunftsangaben sind.

Ähnlich sind auch die Prozessoren der Reihe Ryzen 8000G beschriftet, die auf der CES 2024 gezeigt wurden. Diese weisen nur den Hinweis „Made in China“ auf.

AMDs Stellungnahme

AMD hat offiziell klargestellt, dass ab 2023 alle neuen CPU- und APU-Produkte ohne die Angabe des Herstellungsortes der Chips auskommen werden.

Dies soll der Angleichung des Beschriftungsverfahrens an andere AMD-Produkte dienen. Ein Sprecher von AMD betonte, dass die Änderung nicht politisch motiviert sei. In der Vergangenheit gab es zwar Situationen, in denen Firmen aufgrund der angespannten Lage zwischen China und Taiwan entsprechende Anpassungen vornahmen, jedoch schließt AMD dies für den aktuellen Fall aus.

Vergleich mit anderen Herstellern

Interessant ist auch der Vergleich mit anderen Chip-Herstellern. Viele Firmen geben generell keine Auskunft über den Fertigungsort ihrer Chips. Lediglich beim Packaging werden solche Informationen häufiger gefunden.

Intel beispielsweise verzichtet auf eine derartige Beschriftung auf seinen Heatspreadern, obwohl solche Informationen möglicherweise im Barcode enthalten sein könnten.

Maria Lengemann http://www.maria-lengemann.de

Maria Lengemann ist 37, Gamerin aus Leidenschaft, Thriller-Autorin und Serienjunkie. Sie ist seit 14 Jahren selbstständig und journalistisch auf den Hardware- und Gaming-Bereich spezialisiert.

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