rabbit r1: KI-Tamagotchi für 199 US-Dollar vorbestellbar – 10.000 Geräte schon verkauft

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Auf den ersten Blick sieht rabbit r1 wie ein kleines Tamagotchi aus. Es ist farbenfroh, süß und passt in die Hosentaschen. Füttern müssen Anwender diese KI-Neuheit allerdings nicht. Stattdessen leistet das kleine Gerät eher umgekehrt wertvolle Dienste. Vorgestellt wurde rabbit auf der CES 2024 und die Entwickler sind sich sicher, dass dieses kleine Gerät der iPhone-Moment der KI-Ära sein könnte.

Die Geschichte des Tamagotchi

Die früheren Jahrgänge können sich allesamt sicherlich noch an das beliebte Tamagotchi erinnern. Das kleine Ei dieser Autorin, die aufgrund ihres Jahrgangs 1996 genau zur Zielgruppe gehörte (oder schon ein wenig spät dran war), war übrigens Orange. Die Original-Version ist 1997 auf den Markt gekommen. Eine Connexion-Version gab es 2017 und zum 20-jährigen Jubiläum brachten man ein Anniversary-Modell auf den Markt.

CES 2024: KI-Tamagotchi vorgestellt

Nun widmet sich eine andere Firma erneut dem Thema, allerdings sieht das Gerät lediglich aus wie ein Tamagotchi in eckiger Form.

Ausgestattet ist es statt mit einem Spiel mit modernen Themen wie künstlicher Intelligenz. Das kleine KI-Tamagotchi wurde auf den Namen rabbit r1 getauft und ist schon jetzt vorbestellbar.

Das leuchtorange Kaninchen ist ungefähr halb so groß wie ein übliches Smartphone – also winzig, wenn auch größer als ein klassischer Tamagotchi.

Kein Tamagotchi zum Füttern

Der kleine rabbit r1 sieht zwar aus wie ein eckiges Tamagotchi, aber im Grunde erfüllt es eine ganz andere Funktion. Anwender müssen den Hasen nicht füttern oder mit ihm spielen – das KI-Kaninchen ist kein Spielzeug.

Stattdessen fungiert rabbit r1 als eine Art mobiler Assistent. Man könnte sagen, es ist eine Art weiterentwickelte und mobile Form von ChatGPT, die nicht nur verstehen kann, sondern die Dinge auch direkt anpackt.

Zum besseren Verständnis: rabbit r1 besitzt ein sogenanntes Large Language Model, welches auf ChatGPT basiert und demnach unsere Anweisungen verstehen kann, aber auch ein Large Action Model, welches Anweisungen durchführen kann.

KI-Kaninchen rabbit r1 könnte Apps ablösen

Der Hintergedanke beim rabbit r1 ist die Tatsache, dass wir am Smartphone – um Dinge zu tun – stets eine App öffnen müssen. Eine Anwendung für die Auswahl der Musik, eine Anwendung für die Übersetzung, eine Anwendung für andere Dinge. All das sind einzelne Schritte und rabbit r1 könnte genau so etwas ablösen.

Eine Anwendungsmöglichkeit ist es zum Beispiel, rabbit zu fragen, welcher Urlaubsort gut zu den eigenen Vorstellungen passen könnten. Anstatt, dass das Gerät an der Stelle mit der Hilfe aufhört oder man per Smartphone nun eine passende App herunterladen muss, könnten Anwender mit rabbit auch direkt den Flug und die Unterkunft buchen.

Dem Hersteller zufolge kann das KI-Kaninchen es also „grundsätzlich überflüssig machen, dass Nutzer mehrere Apps herunterladen und nutzen müssten“.

Man geht also einen Schritt weiter wie klassische Apps auf einem Smartphone oder ChatGPT. Statt nur Sprache zu verstehen oder Text als Reaktion zu generieren ist das rabbit r1 in der Lage, selbst die Dinge für einen Anwender zu erledigen.

Wissenswert: Dogan Ural, der die Präsentation von rabbit r1 übernommen hat, sagt, dass das der iPhone-Moment für die KI-Ära sei.

Die technischen Details des KI-Helfers rabbit r1

  • Betriebssystem: rabbit OS, ein System auf Basis eines Sprachmodells, mit dem sich alle Apps schnell und einfach navigieren lassen, rabbit OS lernt, wie Anwender ihre Apps nutzen und kann daraus den entsprechenden Bedarf ableiten
  • Prozessor: MediaTek Helio P35 mit 2,3 GHz
  • Speicher: 4 GB Arbeitsspeicher und 128 GB Speicherplatz
  • Anschlüsse: USB-C und SIM
  • Akku: im Inneren ist eine Batterie verbaut, die dem Hersteller zufolge einen Tag lang (bei Benutzung) halten soll

rabbit r1 lässt sich für 199 US-Dollar vorbestellen

Schon jetzt kann das KI-Kaninchen vorbestellt werden – und zwar auch mit einer Lieferung nach Deutschland. Es kostet 199 US-Dollar beziehungsweise umgerechnet (je nach Wechselkurs) 184,95 Euro. Dazu kommen etwas unter 15 Euro Versandkosten, wobei die von der konkreten Zieladresse abhängen.

Wann wird rabbit r1 veröffentlicht?

Vorbestellbar ist der orangefarbene KI-Hase bereits, aber wann kommt rabbit r1 auf den Markt? Für Besteller aus Amerika soll das neue Gerät schon ab Ende März 2024 verfügbar sein. Dabei soll rabbit r1 bereits zu Beginn viele beliebte Apps unterstützen, also deren Funktion übernehmen können. Noch ist nicht bekannt, welche Apps das sein werden.

Wer sich rabbit r1 außerhalb der USA bestellt oder noch bestellen wird, muss leider länger warten. Hier heißt es, dass das KI-Kaninchen im Verlaufe des Jahres erscheinen wird.

Übrigens: Schon jetzt wurden 10.000 dieser Geräte vorbestellt!

Quelle: rabbit inc.

Maria Lengemann http://www.maria-lengemann.de

Maria Lengemann ist 37, Gamerin aus Leidenschaft, Thriller-Autorin und Serienjunkie. Sie ist seit 14 Jahren selbstständig und journalistisch auf den Hardware- und Gaming-Bereich spezialisiert.

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