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Mechanische Tastatur: Mache niemals diese 10 Fehler (neues Video)

Wir haben unsere erste mechanische Tastatur zusammengebaut und teilen unsere Ergebnisse mit euch in unserem neuesten Video. Gleichzeitig verraten wir euch (damit es euch nicht auch passiert), welche zehn Fehler ihr auf keinen Fall machen solltet, wenn ihr euch eine mechanische Tastatur zusammenbaut.

Übrigens: Denkt auch an unser Gewinnspiel. Auf unserem YouTube-Kanal verlosen wir eine Apple Vision Pro! Die Teilnahmebedingungen werden euch in allen aktuellen Videos erläutert. Viel Spaß beim Mitmachen!

Unser Video zum Zusammenbau und den häufigsten Fehlern bei einer mechanischen Tastatur findet ihr hier:

Die schriftliche Version haben wir wie immer für euch hier:

Was ist eine mechanische Tastatur überhaupt?

Vielleicht ist euer erster Gedanke bei unserem Video oder eben diesem Text, was zum Teufel eigentlich eine mechanische Tastatur ist. Tastatur ist doch gleich Tastatur, oder etwa nicht? Nein, ganz so einfach ist es nicht.

Im Video erläutern wir euch detailliert, wo zwischen einer normalen und einer mechanischen Tastatur die Unterschiede liegen. Den Unterschied machen vor allem die Switches aus.

Eine mechanische Tastatur hat den Vorteil, dass jede einzelne Taste aus einem Switch besteht und dieser Switch wiederum aus fünf Einzelteilen. Wir haben ein Top- und ein Bottom-Case, eine Feder, einen Stengel und einen Kontaktpunkt. Dadurch, dass die Switches aus mehreren Einzelteilen bestehen, gibt es entsprechend viele Anpassungsmöglichkeiten. Ihr könnt jeden Switch genauso klingen und fühlen lassen, wie ihr das möchtet. Hierfür gibt es außerdem eine unendlich große Auswahl an verschiedenen Switches.

Die Switches werden auf ein Board gesteckt. Hierbei gibt es drei Komponenten, die in etwa an einen Hamburger erinnern – zumindest vom Prinzip her. Unten ist ein Case, oben sind die Keycaps und in der Mitte sind die eingeschlossenen Switches untergebracht.

Alle Vorteile mechanischer Tastaturen:

  • Lautstärke, Höhe, Tiefe und Farbe individuell anpassbar
  • jede einzelne Komponente kann ausgetauscht und repariert werden
  • höhere Lebensdauer (50 Millionen Tastenanschläge)
  • weniger Ghosting
  • mehr Freiheiten
  • weniger Tippfehler
  • schnellere Reaktionszeit

Vermeidet diese 10 Fehler bei mechanischen Tastaturen

Kommen wir nun nach den Grundlagen zu dem Teil, an dem wir euch davor bewahren wollen, unsere zehn gemachten Fehler auch zu machen.

Fehler 1: Kein HOTSWAP-Board kaufen

Kauft euch am besten nichts anderes als ein HOTSWAP-Board. Mit diesem Board seid ihr immer in der Lage, die Switches jederzeit einzeln auszutauschen. Möchte man also beispielsweise vom gelben auf den braunen Switch wechseln, ist das jederzeit möglich. Bei anderen Boards werden die Switches gelötet und die Switches können daher nie wieder heruntergenommen werden.

Fehler 2: Tastatur mit deutschem Layout kaufen

Der zweite Fehler klingt vielleicht erst mal verwirrend, hier geht es allerdings um bares Geld. Kauft euch am besten eine Tastatur mit einem amerikanischen Layout. Für diese Zielgruppe werden die Tastaturen viel häufiger hergestellt, sodass die Preise insgesamt niedriger sind.

Die Unterschiede sind nicht super groß und zu beachten ist auch, dass man für eine Tastatur mit deutschem Layout (ISO-Layout) dann auch wieder ISO-Keycaps bräuchte. Alles in allem könnt ihr hier also einiges an Geld sparen.

Fehler 3: Mechanische Tastatur mit Kabel kaufen

Kauft euch keine mechanische Tastatur, die ihr nur mit einem Kabel verwenden könnt. In der Regel hat jedes moderne Board auch die Option, dass es mit Dongle oder Bluetooth funktioniert. Das solltet ihr auch in Anspruch nehmen. So habt ihr insgesamt drei Arten und nicht nur eine Variante zur Auswahl, wie ihr die Tastatur verbinden wollt.

PS: Denkt in die Zukunft. Selbst wenn ihr euch jetzt nicht vorstellen könnt, eure Tastatur ohne Kabel zu verbinden, so wisst ihr nicht, wie sich die Situation für euch in Zukunft gestaltet. Seid daher lieber vorbereitet und setzt daher lieber auf ein Board, welches nicht nur eine Kabel-Verbindung ermöglicht.

Fehler 4: Falsche Größe kaufen

Vor dem Bestellen eines Boards müsst ihr zu 100 Prozent sicher sein, welche Größe ihr braucht. Wir haben in unserem Video-Test zum Beispiel das kleinste Layout gewählt (60 Prozent), es gibt aber auch:

  • 50 Prozent
  • 65 Prozent
  • 70 Prozent
  • 75 Prozent
  • 80 Prozent
  • 96 Prozent
  • 100 Prozent

In unserem Fall hatten wir uns gedacht, dass kleiner sicher besser ist – weit gefehlt. Wir mussten feststellen, dass uns die Pfeile unten fehlen, was aber für viele Programme echt wichtig ist.

Wichtig: Bevor ihr also die Bestellung abschickt und dann alles voller Liebe zusammenbaut: Stellt zuerst sicher, dass ihr auch wirklich die Größe wählt, die ihr im Alltag braucht.

Fehler 5: Nicht genug Switches kaufen

Kauft euch auf jeden Fall genug Switches. Wenn mal Switches kaputtgehen, solltet ihr daher immer noch genug haben, damit ihr die Tastatur wieder befüllen könnt. Bei unserem Test haben wir so circa zehn bis 15 Switches beim Zusammenbau kaputtgemacht. Kauft daher direkt von Anfang an genug Switches, damit ihr nicht noch mal loslaufen oder auf eure Bestellung warten müsst.

Fehler 6: Falsche Switches kaufen

Bevor ihr euch Switches für eine mechanische Tastatur kauft, müsst ihr wissen, wofür ihr die Tastatur eigentlich braucht. Was ist euer Anwendungsfall? Dadurch ergibt sich dann, welche Switches ihr eigentlich braucht.

Wollt ihr speziell viel schreiben oder lieber zocken? Soll es ein Mix aus beidem sein? In unserem Fall hat sich Lukas aus unserem Videofür Gateron-Full-Black-Yellow-Switches entschieden. Er möchte damit schreiben, ein wenig zocken, aber die Tastatur auch im Büro verwenden und Kollegen nicht zu sehr durch lautes Geklicker stören.

Er hat sich bewusst für Linear-Switches entschieden, die für ihr geschmeidiges Drücken und den leisen Gebrauch bekannt sind. Es gibt auch Clicky-Switches, die laute Klick-Geräusche verursachen und Tactile-Switches, die im Mittelfeld zwischen beiden Varianten liegen.

Fehler 7: Leuchtendes Board mit falschen Switches kaufen

Wir hatten eigentlich vorgehabt, dass unsere mechanische Tastatur leuchten sollte. Dafür haben wir uns ein leuchtendes Board gekauft. Wie ihr im Video sehen könnt, leuchtet da allerdings gar nichts. Unser Fehler? Wir haben keine halbtransparenten Switches gekauft, die es dafür aber bräuchte – denn wie soll das Licht nach oben gelangen? Achtet darauf, dass auch die Keycaps Licht durchlassen können, wenn ihr auf eine RGB-Beleuchtung setzen wollt.

Fehler 8: Nicht alles in einem Rutsch kaufen

Ehe ihr euch die ersten Sachen für eure mechanische Tastatur zulegt, ist es besser, dass ihr euch einen gesamten Einkaufskorb zusammenstellt. Kauft alles in einem Rutsch. Denkt auch an Tools, die ihr vielleicht benutzt, um die Switches auseinander zu bauen. Eventuell braucht ihr auch Gleitmittel, um die Switches zu luben.

Stellt sicher, dass alles beisammen ist und ordert dann eine Bestellung. So spart ihr Lieferkosten, weil ihr nicht alles einzeln nachbestellen müsst, wenn doch noch etwas fehlt. Ideal ist es passend dazu natürlich auch, wenn ihr alles über eine Webseite kauft, damit ihr nur einmal Lieferkosten zahlt.

Fehler 9: Ihr habt nicht genügend Aufbau-Fläche

Unterschätzt nicht, welcher Arbeitsaufwand dahintersteckt, wenn ihr euch eine mechanische Tastatur zusammenbauen wollt. Der neunte Fehler, den ihr also machen könnt, ist es, nicht genügend oder eine unaufgeräumte Fläche zu haben.

Wir haben für unseren Aufbau etwa fünf bis sechs Stunden gebraucht – und das beim kleinsten Aufbau. Wir haben außerdem den ganzen Platz gebraucht, den wir uns bereitgestellt hatten. Man benötigt schlichtweg jedes Material an Ort und Stelle, auch die Switches, Keycaps oder Gleitmittel, Pinsel und Weiteres.

Fehler 10: Ihr braucht zu lange für den Zusammenbau

Je nachdem, welches Tastatur-Layout ihr gewählt habt, kann es sein, dass ihr um die 60 bis 100 Switches beschmieren müsst. Das braucht viel Zeit, das könnt ihr uns glauben. Es gibt aber eine praktische Methode, die sich anbietet. Bei der Dipping-Methode nehmt ihr die Feder und tunkt sie in das Gleitmittel. Danach bestreicht ihr das Schmiermittel auf der Feder und spart euch am Ende unendlich viel Zeit.

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Maria Lengemann ist 37, Gamerin aus Leidenschaft, Thriller-Autorin und Serienjunkie. Sie ist seit 14 Jahren selbstständig und journalistisch auf den Hardware- und Gaming-Bereich spezialisiert.

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